Es fing auf dem Kenterstiefelabend im Dezember 2017 an: Ich sass neben Tom Bartl, wir sprachen über die anstehende Ardeche-Fahrt – und ungefähr 4 Monate später (nach «normalen» WW-Touren auf Ardeche, La Beaume und Chassesac, mit einem geliehenen Vereins-Mamba) stand ich vor dem Campingplatz in La Chapoulier auf einem wackligen Brett, mit zitternden Knien…

 

Irgendwie schaffe ich es mit Toms motivierenden Worten, die Ardeche ein Stück stromaufwärts zu paddeln, zu wenden und wieder zurückzukommen und dabei nicht ins Wasser zu fallen. Toll!

 

Nach der Rückkehr von der Ardeche wurden die Kanutouren im Mittwochs-Training recht schnell gegen SUP-Touren ausgetauscht, die zitternden Knie verschwanden überraschend schnell, der SUP-Virus hatte mich befallen. Nach der Rückkehr von einer Donautour im Sommer – ganz konventionell mit Seekajak - folgte logischerweise die Idee, ob man nicht auch SUPenderweise Gepäcktouren würde durchführen können, minimalistisch, nicht auf das Auto angewiesen zu sein, mehr Überblick habend… Gedacht, getan, im Spätsommer ergänzte ein Touring-Board die Ausrüstung und die Touren wurden länger, von Runkel nach Limburg klappte schon mal und dann war Weilburg – Limburg «dran». Etwas anstrengend sicher, aber es ging schon recht gut, nur das Gepäck auf dem Board zu organisieren, bildete noch eine Herausforderung. In mehreren Touren von Weilburg nach Limburg wurde auch das erfolgreich gelöst: ein wasserdichter Rollkoffer auf dem Bug und eine Tasche auf dem Heck reichten aus, Bootswagen: nicht nötig.

 

 

Der grosse Test fand dann Anfang April 2019 auf dem Hochrhein statt: in vier Tagen von Konstanz nach Basel, mit Zelt und allem, was man so braucht, der SUP-Trockenanzug half gegen noch kühle Temperaturen und diente als Regenschutz. Aber wie man auf nebenstehenden Bild sieht, gab es auch trockene Tage in einer wunderschönen Flusslandschaft.

 

Nach dieser tollen Fahrt, bei der ich an 2 Tagen von einem Paddelfreund aus Überlingen begleitet wurde, reichte eine kurze Frage einer Paddlerin, ob ich auf der diesjährigen Int. Elbefahrt mitfahren würde… Die Anmeldung war schnell abgeschickt, auf einen Platz auf dem Bootsanhänger konnte ich verzichten. Im Juli brachte mich der Zug nach Dresden und dann ging es in 7 Tagen durch das Elbsandstein-gebirge von Schmilka nach Dessau, Details lassen sich in der September Ausgabe des Kanusport-Magazins nachlesen, das Bild zeigt den SUPer beim Ablegen in Dresden.

 

 

Soweit die kurze Geschichte einer neuen Leidenschaft. Schauen wir mal, welche Ideen auf dem Kenterstiefelabend für das nächste Jahr entwickelt werden…

 

Bericht: Detlef Wehle                                                                              Bilder: Uwe Erdwien, Hans-Peter Wagner


 

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