Am Fronleichnamswochenende erkundeten 14 unserer Mitglieder unter der Leitung von Jutta Hörnig die Gewässer (Regnitz, Main und Wiesent) rund um die schöne Stadt Bamberg. Außerdem waren mit von der Partie Sebastian und Silke Isaak-Finnhold mit ihren Töchtern Isabel und Luise, Phyllis und Leonie Göbel mit ihrem Vater Rainer Junghans-Göbel, Dagmar und Gregor Adler mit Lisa Rudigier, Eva und Erik Schwenk, sowie Franz-Josef Diefenbach (Fränzel). Da bei uns schlechtes Wetter gemeldet worden war, reisten einige bereits am Mittwoch an, um ihre Zelte auf dem Campinggelände des Bamberger Faltboote Clubs aufzuschlagen. Im Lauf des nächsten Tages trudelte auch der Rest ein und es erfolgte ein reger Austausch, unter anderem mit dem dortigen Platzwart Michel, was es in Bamberg noch alles zu entdecken gibt.

 

Als erste Tour hatte Jutta eine eindrucksvolle Stadtrundfahrt via Kajak geplant, welche am Bootssteg des BFC begann. Von dort aus ging es einige Kilometer auf dem Main-Donau-Kanal in Richtung Altstadt. Am sogenannten Jahnwehr schafften alle, trotz schwieriger Umstände das Aussteigen ohne Wasserberührung und der Platzwart Michel erklärte sich – als Berechtigter – bereit, uns an der Schleuse 100 zu schleusen. So blieb uns ein dortiges Umtragen erspart und wir befanden uns mitten in Bambergs bekannter Altstadt. Vorbei an alten Kai-Anlagen, Fachwerkhäusern und Verladekränen paddelten wir hinter dem, sich auf einer künstlich angelegten Insel befindlichen, historischen Rathaus weiter in Richtung „Kleinvenedig“. Mittlerweile war der Himmel aufgeklart und es ergab sich ein grandioses Bild aus den kleinen, alten Fischerhäusern zu unserer linken und dem alten Treidelweg zu unserer rechten, welcher zu einem wunderschönen Fahrradweg umfunktioniert wurde. Auf diesem Weg benötigten die Menschen früher für die Strecke Bamberg – Frankfurt a.M. 13-15 Tage. Wir schafften die zu bewältigenden Kilometer, dank motorisierter Pferdestärken in 3-4 Stunden. Vorbei an Kleinvenedig trafen wir unmittelbar auf die Friedensbrücke. Unter dieser hieß es dann nach rund 10 km auch schon austeigen und wir transportierten unsere Kajaks etwa 400 m durch den Park des Geländes der ehemaligen Landesgartenschau in Richtung BFC. Den Abend beendeten einige entspannt in den hiesigen Restaurants, während andere nach selbstgekochtem Essen dankenswerterweise die Spülküche des Vereins nutzen konnten.

 

Am Freitag galt es, sich mit ofenfrischen Brötchen zu stärken, denn heute waren rund 24 Kilometer auf dem oberen Main zu bewältigen. Hierzu fuhren wir eine Weile an den ausgemachten Einstieg bei Zapfendorf und ließen unsere Boote zu Wasser. Ein wunderschönes Panorama tat sich der Gruppe während dieser Tour auf, vorbei an kleineren Wäldern und Wiesen. An verwucherten, geheimnisvoll wirkenden Seeeingängen zog es uns rund 10 km bis zur geplanten Pause, wo Jutta und Sebastian ein Restaurant ausfindig gemacht hatten, in welches wir einkehrten. Von dort aus ging es, leider ohne Lisa und Gregor, in sportlichem Tempo den Rest der Strecke auf dem oberen Main weiter, bevor wir erneut den Main-Donau-Kanal passierten, auf welchem wir nicht nur einmal von motorisierten Schiffen überholt wurden. Am Bootssteg des BFC angekommen, wurde auch schon der Bootswagen geholt und alle Kajaks auf das Campinggelände transportiert. Den Abend ließen wir zusammen im Restaurant auf dem Faltboote-Club-Gelände mit netten Gesprächen sowie leckeren Speisen und Getränken ausklingen.

Am Samstag hieß es früh aufstehen, denn diesmal lag unsere Einstiegsstelle noch ein wenig weiter weg als am Vortag. Hierzu fuhren wir erst einmal eine Weile bis zur Ausstiegsstelle bei Muggendorf an der Wiesent, wo zwei Autos abgestellt wurden. Von dort aus ging es dann weiter über eine lange, serpentinenartige Straße, bis wir unsere Einstiegsstelle in der Nähe von Doos gefunden hatten. Hier erlaubte uns der Restaurantbesitzer, die etwas näher gelegene Einstiegsstelle zu nutzen, was wir dankend annahmen. Von dort aus ging es dann bei mäßiger Strömung unter der Leitung von Gregor den Kleinfluss hinunter. Zwar taten sich uns während der Tour einige Probleme des Manövrierens mit den langen Booten auf, doch meisterten auch die Strömungsunerfahreneren unter uns diesen Kleinfluss mit Bravour. Uns so kamen wir alle trocken nach rund 15 km in Muggendorf an, um die Boote zu verladen und die anderen Autos abzuholen. Für den Sonntag wurde keine weitere Tour mehr geplant, und so hieß es Zelte einpacken und Abschied nehmen.

Abschließend kann man sagen, dass unsere Wanderfahrt rund um Bamberg auf Regnitz, Main und Wiesent ein sehr schönes Erlebnis und eine tolle Beschäftigung für das Fronleichnamswochenende war, da wir einiges erlebt haben und viel Spaß zusammen hatten. Ein großer Dank gilt nicht nur unserer Organisatorin Jutta, sondern auch dem Bamberger Faltboote Club, der uns sehr freundlich aufgenommen hat und deren Gastfreundschaft keineswegs zu wünschen übrig ließ. Daher sollte das gepflegte, zentralgelegene Vereinsgelände dieser Kanuten auf jeden Fall, bei einem erneuten Besuch in dieser Gegend von uns empfehlenswerter Weise genutzt werden.

Text Leonie Göbel      


                                                                                                                                

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