Kanu Freestyle - Paddeln in 6 Dimensionen

 

Bewegt sich der "gewöhnliche" Paddler eher in seinen gewohnten drei Dimensionen, nutzen die Freestyle-Akrobaten Wellen und Walzen, um sich nicht nur in den drei Raumdimensionen zu  bewegen, sondern vollführen auch noch Drehungen um jede möglich Achse.

 

 

Ähnlich den Freestyle-Disziplinen im Ski- oder BMX Sport haben die verschieden Bewegungsabläufe - "Moves" genannt, außergewöhnliche Namen. Phoenix Monkey ist also kein Affe und Mc Nasty kein sparsamer Schotte, sondern eine genau vorgeschriebene Abfolge von komplexen Bewegungen und Drehungen um alle denkbaren Achsen. Die offizielle Liste  der Internationalen Canoe Foderation (ICF) kennt alleine 24 verschiedene Moves, die zusätzlich noch mit Bonuspunkten versehen werden, je nachdem, wie hoch der Athlet bei der Ausführung die Wasseroberfläche verlässt.

 

 

Inzwischen gibt es auch beim KC Limburg eine kleine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die vor dem Bootshaus oder unserer kleinen, aber feinen selbstgebauten Walze an der Obermühle die Boote fliegen lassen. Wir machen das in erster Linie aus der Freude an der Bewegung - aber mittlerweile sind wir national durchaus erfolgreich und auch auf internationalen Wettkämpfen unterwegs.

So waren wir in 2016 Deutscher Vereinsmeister. In 2017 sind 3 Limburger Athleten als Mitglieder des Deutschen Nationalteams bei der Weltmeisterschaft in Argentinien gestartet und konnten folgende Plätze belegen:

  • Stefanie Schmollack  Platz 36 bei den K1 Damen
  • Philip Josef              Platz 14 bei den Canadier Herren
  • Fabian Lenz             Platz 11 bei den männlichen Junioren

 

- Wenn Du Interesse hast - komm einfach mal vorbei- wir freuen uns immer über Mitstreiter!


 

Kanu-Freestyle Trainingslager in St. Pierre de Boeuf

 

In der zweiten Osterferienwoche hieß es für einige unserer Freestyler Abfahrt Richtung Lyon. Vom  2. bis zum 07. April 2018 trafen sich Joris Bruns, Leonie Göbel, Philip Josef, Fabian Lenz, Nora Schlegel und Linus Schütte mit ihrem Trainer Holger Lenz und den Bertreuerinnen Miriam Bruns sowie Elke Lenz am Wildwasserkanal St. Pierre de Boeuf, um zu paddeln was das Zeug hält.

Zu neunt hatten wir mit Hündin Franzi unser Quartier in nächster Nähe zur Strecke in einem Ferienhaus mit Trockenraum (!) gefunden. Nachdem sich alle am Montagnachmittag größten Teils noch von der Ardèche kommend, am Haus eingefunden, die Boote abgeladen und ihr Gepäck ausgepackt hatten, war jeder froh, früh schlafen gehen zu können. Man wollte ja ausgeschlafen in die kommende, sportliche Woche starten.

Der Dienstag begann dann mit frisch getankter Energie und Motivation auf die künftigen Tage nach dem Frühstück, mit einer ausgiebigen Trainingssession. Vorteilhaft war, dass man direkt vorm Haus, über einen Teil der Rhône zum Förderband der Strecke kam. Nach vielen Loops, Cartweehls, McNasty’s und anderen Tricks hatten es die Erwachsenen durchaus schwer die paddelbegeisterte Jugend für einen Snack vom Wasser zu holen.

Wir sechs wollten nach dem Essen doch direkt wieder aufs Wasser, anstelle eine Pause zu machen.

Der Mittwoch gestaltete sich ganz ähnlich, wurde aber demokratisch zum unbeliebtesten Tag der Woche ernannt, da diesmal das südfranzösische Wetter nicht so ganz mitspielte und die Nachmittagstrainingseinheit durch ein Gewitter zwangsgestoppt worden war. So verbrachten wir den Nachmittag damit, kaputt gegangene Paddelsachen zu reparieren, Einkäufe zu planen und Videos zu schneiden. Ebenfalls wurde bereits seit Anfang der Woche kontinuierlich der Pegel der Hawaii-sûr-Rhône, einer riesigen stehenden Welle bei Lyon, ca. 60km von der Strecke entfernt, überprüft.

 

Als Highlight der Woche konnten dann Joris, Philip und Fabian mit einem der drei befreundeten Mainzer Freestyler, die wir in St. Pierre de Boeuf getroffen hatten, am Donnerstagmittag nach der morgendlichen Trainingssession, ihre Boote aufladen. Nach der rund 60-minütigen Autofahrt und ausführlichem Begutachten und Abschätzen der Welle wagten sich ein C1 und drei K1 Freestyleboote mit ihren Fahrern, unter den aufmerksamen Augen von Holger, in das monströse, drei bis vier Meter hohe, weiß aufschäumende Wasser um ihr Können in Wellentricks auszutesten. Die übrigen vergnügten sich derweil in einer Eisdiele, bevor es zum Zuschauen zurück an die Rhône ging. Durchaus ausgelastet und ausgepowert waren alle froh, wohlbehalten und unverletzt wieder am Ferienhaus zu sein. War doch manch einer länger im Schaum der Welle unerkennbar verschwunden, bevor er wieder irgendwo herausgesurft kam.

Am Freitag hieß es dann ein letztes Mal in die Boote zu klettern, da für den kommenden Tag leider auch schon die Abreise geplant war, mussten die 15 bis 16-jährigen ja am Montag wieder in die Schule. In einem kraftvollen Training setzten alle noch einmal auf ihre letzten Kraftreserven und versuchten alles aus sich heraus zu holen, um dann zufrieden in die kommende Saison an unserer Übungsstrecke starten zu können.

Ein großer Dank gilt Holger, Elke und Miriam, welche uns als Trainer-, und Betreuerteam die gesamte Woche begleiteten, berieten und tatkräftig unterstützten. Unter anderem beim Spüldienst, der öfters in bestimmten Konstellationen zu einer anstrengenden Tätigkeit wurde, hatten doch einige von uns herausgefunden, dass man mit Handtüchern so schön kämpfen kann.

 

Text: Leonie Göbel


 

Hier einige Eindrücke von der Sportlerehrung der Stadt Limburg, bei der unserer Freestyle Sportler für ihre Leistungen in 2017 geehrt wurden:


 


 

Am 25.06.2017 fand in Limburg die Offene und Hessische Meisterschaft im Kanu Freestyle statt.


Der Kanu Club Limburg, als Ausrichter, stellte seine Trainingsstätte an der Obermühle zu Verfügung.
Aus insgesamt 5 Bundesländern kamen Kanu Freestyler bis 16 Jahre nach Limburg, um den Besten unter Ihnen zu küren.
Den KC Limburg vertraten Joris Bruns, Philip Josef, Linus Schütte, Liam Bruns, Philipp Barthel, Jano Josef, Leonie Göbel und Nora Schlegel.

 

Einige der Teilnehmer reisten schon Samstag an, um an der Welle trainieren zu können. So war die Wiese überall mit Zelten überseht.   

 
Am Samstag stand für den KCL ein wichtiges Ereignis an der Tagesordnung:

 

Die Bootstaufe von zwei Kinderbooten und einem Wildwasserduo

Durchgeführt wurde diese Taufe von dem  Limburger Bürgermeister , Stefan Laux und dem  Vorsitzenden des KCL Stefan Wiesner.


Der Abend klang mit einem Besuch des Altstadtfestes und Pizza für alle  aus.

 

Am Sonntag, dem Wettkamftag, wurden die Teilnehmer in aller Früh von Sonnenstrahlen geweckt.
 Nach dem Frühstück und der Anmeldung der Starter begann der Wettkampf, aber zuvor legte man im Riders Meeting die Regeln und Zusatzpunkte fest.

 


Begleitet von Musik, wie die Freestyler sie mögen, fingen die Vorläufe der männlichen Junioren an.  Daraufhin folgten die weiblichen Teilnehmer.
In den Vorläufen konnten einige Mitglieder des KCL ordentlich punkten und waren ganz vorne mit dabei.
Um in den Finalen am Nachmittag richtig durchstarten zu können, gab es eine Stärkung mit Pommes, Steak, Brötchen und Wurst.
Nach dem Mittagessen begannen die Finale bei guter Stimmung und lautem Anfeuern der Zuschauer, welches viele Neugierige anlockte.
Die Heats(Gruppen) der männlichen Junioren waren zuerst dran und erzielten hohe Punktzahlen. Die weiblichen Juniorinnen legten sich nochmal tüchtig ins Zeug, um der Jury zu zeigen, was sie alles beherrschen.

 

Um 15.00 Uhr war die Siegerehrung mit Urkundenvergabe für die Offene  und Hessische Meisterschaft sowie für den deutschen Schülercup, der sich zusammensetzt aus dem Schülerrodeo in Ulm und Limburg.

Text: Nora Schlegel

Ergebnisse:'

Wir sind Deutscher Mannschaftsmeister!

 

Beim 3. Lauf zu den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Freestyle waren wir mit 5 aktiven Sportlern dabei.

Alle legten sich mächtig ins Zeug und kämpften in der anspruchsvollen Walze:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dabei konnten unsere Sportler so richtig abräumen:

  • Joris Bruns Deutscher Meister U14
  • Nora Schlegel 2. Platz U14
  • Fabian Lenz 2. Platz U18
  • Philip Josef 3. Platz U16
  • Stefanie Schmollack 4.Platz Damen
  • Deutscher Mannschaftsmeister

Dementsprechend war die Stimmung trotz der widrigen Wetterbedingungen hervorragend:

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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