Drucken
Zugriffe: 417

611 Mal Kiel oben

Limburger Kanuten behalten trotzdem den Kopf über Wasser

 

Am Samstag, den 18. März war es wieder so weit. 23 Mitglieder des Kanu Clubs Limburg im ESV trafen sich im Schwimmbad des Hallenbadvereins Offheim, um beim alljährlichen Rollmopspokal den Vereinssieger des Eskimotierens zu küren. Hier galt es in einer Minute so viele Eskimorollen wie möglich zu schaffen – eine Kombination aus Kraft, Konzentration sowie Durchhaltevermögen.

 

Eskimorollen sind die Lebensversicherung eines jeden Kanuten. Hierbei wird das umgekippte Kajak durch einen gewissen Schlag mit dem Paddel oder auch mit den Händen wieder aufgerichtet.

 

Die Teilnehmer starteten in verschiedenen Disziplinen – mit und ohne Paddel in den Altersklassen: Schüler, Junioren sowie Damen/Herren. Der jüngste Teilnehmer (9 Jahre) schaffte 12 Rollen ohne Paddel und der mit 76 Jahren älteste Starter erzielte mit 8 Eskimorollen ein beachtliches Ergebnis.

 

Von Anfeuerungsrufen und lauter Musik begleitet, wurde die gute Stimmung schnell zum Ansporn vieler Kanuten, ihre Vorgänger in einem freundschaftlichen Wettkampf zu toppen. Und obwohl manch einer ein paar Anlaufschwierigkeiten hatte, nach einer Minute waren alle stolz auf ihre erzielten Ergebnisse. Egal ob jung oder alt, jeder wurde bis zur letzten Sekunde lautstark beim Eskimotieren unterstützt, er oder sie solle noch eine Rolle machen, denn Sportsgeist wird im KCL ganz groß geschrieben.

 

Alle haben ihr Bestes gegeben und in den einzelnen Klassen wurden die ersten drei Sieger mit einer Urkunde pro Kategorie sowie einem Los für die gesponsorte Tombola belohnt. Bei den Jüngsten in der Kategorie Schüler siegte Liam Bruns mit 17 Rollen, dicht gefolgt von Philipp Barthel mit 16 und Julian Juckschat mit 11 Rollen. In der Kategorie Schüler ohne Paddel gingen vier Jungen an den Start. Hier erreichte Liam Bruns ebenfalls den 1. Platz mit 22 Rollen, wobei mit jeweils 16 Rollen von Philipp Barthel sowie Julian Juckschat zwei zweite Plätze vergeben wurden. Mit 12 Rollen belegte Max Flach den 4. Platz.

 

Bei den Juniorinnen gewann Nora Schlegel mit 22 Paddelrollen kurz vor Leonie Göbel mit 21 Rollen. Im Kampf um den Sieg beim Eskimotieren ohne Paddel konnte Leonie Göbel mit 20 Rollen ebenfalls den 2. Platz belegen, wobei Nora Schlegel mit 23 Kenterrollen stolz auf einen wohlverdienten 1. Platz sein kann.

 

Bei den Junioren kletterten sechs Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren in die Boote. Hierbei wurde Philip Josef mit 25 Paddelrollen Dritter, nachdem Sebastian Geis sich zuvor 27 Mal gedreht hatte. Der 1. Platz ging mit 5 Rollen Vorsprung an Fabian Lenz. Ohne Paddel teilten sich Joris Bruns, Sebastian Geis sowie Fabian Lenz mit jeweils 26 Eskimorollen den 1. Platz. Linus Schütte mit 20 sowie Jonas Sitta mit 18 Kenterrollen belegten die weitern Plätze.

 

Bei den Damen wagten sich mit Stefanie Schmollack und Patricia Vetter zwei Frauen in die Kajaks. Hier gewann Stefanie Schmollak mit 22 Rollen. Patricia Vetter gelang es, ihr Boot gleich 12 Mal durch das Wasser zu drehen. In der Kategorie ohne Paddel kann Stefanie Schmollak mit 17 Eskimorollen stolz auf sich sein.

 

Auch bei den Herren belegten gleich drei Teilnehmer den 1. Platz. Clemens Josef, Holger Lenz sowie Stephan Pitsch schafften in einer Minute 17 Rollen. Rainer Junghans-Göbel wurde mit 13 Kenterrollen Vierter, vor Eberhard Schütz und Peter Trost mit jeweils acht Rollen.

 

Nach der Siegerehrung wurde der Wanderpokal, der seit dem Jahr 2013 existiert, und ein Glas Rollmöpse durch den Jugendwart Till Altenhofen an Fabian Lenz weitergegeben, der in einer Minute mit seinem Paddel 32 Eskimorollen schaffte. Im Anschluss an eine kleine Feier im Aufenthaltsraum des Schwimmbades konnten alle zufrieden und stolz auf ihre persönlichen Leistungen den Heimweg antreten.

 

Text von Leonie Göbel