Nach dem Sommerfest Freitagsabends und Samstags, war Sonntags eine Rheinfahrt relativ kurzfristig von Horst angesetzt worden. Sie war der Ersatz für die leider wegen schlechten Wetterbedingungen abgesagten Fahrt am 24.Juli. Daher waren wir auch nur fünf Teilnehmer, drei davon zum ersten mal auf dem Rhein. Die Fahrt von Geisenheim in Rheingau bis St. Goarshausen ist wohl die schwierigste auf Grund der Engstellen und der starken Strömung. Mit Ursel Scheuer, Thomas Mink, Sebastian Finhold, Thomas Zimmermann und mir waren aber besonnene und durch andere Fahrten schon Erfahrene in den Booten. Bei idealen Bedingungen was Material und Wetter anging, konnten wir die Fahrt genießen. Leider konnte Heike nicht dabei sein, da wegen des Freitags in Koblenz niedergegangenen Unwetters dort in den Blumenbeeten etliches gerichtet werden mußte. Vorbei an den Anlegern von Rüdesheim ging es zügig Richtung Binger Loch. Blicke zum Niederwalddenkmal lohnten nicht, da dieses total eingerüstet und mit Folien verpackt ist. Nur der Mäuseturm grüßte einsam zu uns herüber. Thomas ließ es sich nicht nehmen, einige Fahrgastschiffe neuerer Generation, die in Rüdesheim festgemacht waren, näher anzuschauen. Sebastian, der einmal ein Praktikum auf der Schottelwerft gemacht hatte, steuerte so maches für uns unbekannte Wissen zu der heutigen Antriebstechnik von Schiffen bei. Da staunten die Neulinge als sie sahen wie sich die Bojen im Binger Loch gegen die starke Stömung stemmten. Nur wenige Paddelschläge und wir waren fast in Assmanshausen. Nach dem Felsen dort in der rechten Flußhälfte hatten wir eine unangenehme Begegnung mit einem KD Fahrgastschiff. Dieses hupte Achtung und schnitt uns einfach unseren Weg am rechten Ufer ab, um dort den Anleger zu erreichen. Hätte der Steuermann nur etwas Fahrt herausgenommen, es wäre ohne Schrecksekunden für uns abgeganggen . Vielleicht hätte es ihn 30 Sekunden gekostet, aber der Schwächere muß nachgeben. Trotz starkem Schiffsverkehr gab es mal eine größere Lücke und wir konnten flott nach Trechtlingshausen queren um dort am Sandstrand eine Pause zu machen. Mit viel Rückenwind und schönem Wellengang setzten wir dann unsere Fahrt fort. Mal nicht auf der Pfalzgrafenstein anlandend, die klare Sicht genießend, waren wir bald bis fast zur Loreley gepaddelt. Rechtzeitig sahen wir ein talfahrendes, sehr langes Hotelschiff. Wir warteten bis dieses vor uns die Engstelle Loreley passiert hatte. Mit Erstauen konnte von uns registriert werden, wieviel Platz so ein Schiff in Anspruch nimmt. Viel zu schnell erreichten wir unser Ziel am Sportplatz in St. Goarshausen, auch für alte Hasen waren neue Erfahrungen dabei. Am 30.10 ist noch einmal Gelegenheit (Ausgeschrieben im Vereinsprogram) auf dem Rhein die Wellen zu geniesen, vielleicht mit anschließendem Federweisen und Zwiebelkuchen ????!!!!
Bilder folgen.
Viele Grüße Horst

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