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Noch als ich auf die Gelbachfahrer wartete, rief Horst an und berichtete von der bedrohlichen Hochwasserprognose: in der Nacht zum Sonntag, 9. Januar sollte die Lahn über 6,85 Meter (Pegel Diez) steigen – dann würde sie im neuen Clubhaus und auch im Bootshaus stehen.

Als Stefan und ich dann am Bootshaus eintrafen, waren schon einige Mitglieder (Horst, Rolf, Thomas, Andrea, Johannes, Lukas, Heike und mehr) zu Gange, weitere (Gregor, Sirke, Lars, der Vizepräsident vom ESV und andere) kamen im Lauf des Abends.

Boote wurden von den untersten Bootslagerplätzen hochgelegt, allerlei Material auf Bänke und Tische gestellt und im Lauf des Abends wurden dann die großen Fenster zur Lahn mit Schaltafeln und Isomattenstreifen abgedichtet. Vorsorglich wurden Pumpen bereit gestellt und von der Feuerwehr wussten wir, wo es bei Bedarf Sandsäcke geben würde.

Ich bin bei solchen Gelegenheiten immer erstaunt, wie viel Wissen, Können und Fähigkeiten dann zum Tragen kommen. Manchmal musste ich an Lukas, den Lokomotivführer denken, der seine Emma kalfaterte, damit sie wasserdicht wurde und schwimmen konnte…

Jedenfalls gab es sogar noch Pizza und einen spätabendlichen Imbiß, und die Gewissheit, dass zunächst mal die dringlichsten Arbeiten erledigt waren – bei Bedarf konnten auch die restlichen Fenster und die Türen abgedichtet werden.

Am Morgen waren viele zum Frühstück wieder da, noch mehr kamen und manche wunderten sich über die inzwischen bis in die Einfahrt angewachsene Lahn (Horst hatte vergessen, das Tor zu schließen, so kam Wasser rein und auch ein Schwan).

Ich freute mich über die fröhlich-gelassene Atmosphäre zum Frühstück. Inzwischen war klar, dass der befürchtete Hochwasserstand nicht erreicht werden würde – wir konnten alle entspannt und mit vollem Bauch nach Hause gehen. Boot fahren wollte niemand so recht – bis auf – aber davon kann vielleicht an anderer Stelle erzählt werden….


Fotos von den Dichtungen und dem Morgenfrühstück gibt es auch.