von Detlef Knopp

einige Fotos schon hier (klick)
und hier auch endlich Holgers Fotos (klack)

Damit den geneigten LeserInnen, die nicht dabei sein konnten, die Nase lang gemacht wird, hier einige Tagebucheinträge von mir von unserer Tour an die Ardeche.

Samstag, 03.04.2010

Es regnet heftig. Immer wieder. Wir sind die Nacht durchgefahren und morgens gegen 8:00 Uhr in Aubenas angekommen, haben dort Kaffee bzw. Schokolade getrunken, Croissats gegessen und sind über den Markt, der gerade aufgebaut wurde, geschlendert.

Wir, das sind mein Bruder Thomas, Jakob und Jurek und ich, Detlef.

Später dann die Ankunft auf „unserem“ Camping Chapoulliere, eine kleine Enttäuschung, dass wir nicht alle zusammen in einer Ecke wohnen, sondern in verschiedenen Ebenen des Campingplatzes verstreut sind.

Aus Limburg und Umgebung sind dieses mal dabei: Gregor, Martin, Eva und Johannes, Lukas, Thomas und Andrea Mink sowie Michael und Emmi Tetens, Elke, Holger, Fabian und Franzi, Joachim und Christine und Daniel Kraemer, Thomas, Anna, Eva und Niko samt PartnerInnen, Phillip, sicher auch Max und Christine und Frank, Andreas und Inge, Uli Bäthes und Andrea, Christine, Peter, Phillip und Nicki, Leo mit neuem Hund und Sohn, dessen Freundin und Edith …. sicher habe ich noch weitere Urlauber vergessen.

Nach Großeinkauf im Super U und dem Einräumen der Hütte fragte vor allem Jakob nach einer Fahrt auf der Ardeche.

Schnell war für alle müden Anreiser ein Trip von Ruoms zum Camprigplatz abgesprochen, den wir alle auch ausgiebig genossen. Michael wunderte sich, dass er in den Wellen des Mühlenschwalls nicht umgekippte, nicht nur für ihn war das Wasser ein Erlebnis.

Als es dunkel wurde, gingen die Regengüsse langsam in ein Gewitter über, das sich gewaschen hatte! Die Wände im Container zitterten, wie die Jungs uns versicherten.

 

 

Aber ich war so müde, dass ich bei rauschendem Regen und dem einen oder anderen Donnern gemütlich in der trockenen Kiste einschlief.

 

Ostersonntag, 04.04.2010

Morgens war der Himmel regenlos. Zum Frühstück steuerte Jurek ein Ei mit Schokoladenüberraschungen bei und Jakob öffnete sein Riesenüberraschungsei, das allerdings schon eine kleine Leidensgeschichte nicht spurenlos überstanden hatte.

Gregor und Martin begutachteten die Flüsse und schnell stand fest, dass wir nach dem Ardeche-Osterhasenschlachten Mittags auf der Beaume von Labeaume bis zum Platz fahren würden, und zwar mit allen, die Lust hatten. Die Ardeche war nach dem ausgiebigen Regen satt angestiegen und die Bootsrutsche bei Ruoms war nicht fahrbar.

In Labeaume dauerte es etwas, bis wir unsere Riesengruppe in 2 Teile geteilt hatten, außerdem mussten wir noch nachschauen, durch welchen Bogen die Brücke befahren werden konnte.

Holger und Martin leiteten die erste Gruppe, schon vor dem Start fuhren Andreas und Inge los und Inge kenterte in der ersten Kurve.

Aber unsere Gruppe hatte ebendort auch die ersten Schwimmer, Kati und Niko legten sich mit dem Topo-Duo um.

Aber die Fahrt war sicher eine der schönsten, die ich auf der Beaume erlebte: traumhaftes


Unterwegs auf der Beaume

 

Wasser (keine Trübung durch das Gewitter), genug Wasser, Sonne (!!!!) und ganz viele kleine Wasserfälle, die die Uferfelsen heruntersprangen und rieselten. Sogar Daniel war glücklich, denn heute gab es einige Spielstellen, in denen er sich auch gut austoben konnte.

Für den Chronisten: Kenterkönich wurde heute Michael (Tetens), der mit Emmis Kinderpaddel ausgerüstet 3 mal unfreiwillig badete.

Apropos Baden: Die Offheimer Zwerge ließen es sich nicht nehmen, nach dem Kanufahren noch mal im Pool zu schwimmen. Ich ließ mir sagen, dass letzte Woche noch Eisschollen im beheizten Wasser trieben…

Apropos Eisschollen:
Heute Abend wollen wir uns einen Film über Kanufahrten in Sibirien anschauen, bin mal gespannt…


Ostermontag, 5.4.10

Der Film war eher neben der Spur. Sibirien ist außerdem keine Alternative für einen Urlaub an der Ardeche…

Morgens war es noch etwas bedeckt – nach und nach entwickelte sich ein strahlend schöner, nur noch sonniger Vorfrühlingstag.

Wir wollten auf die obere Beaume, Holger, Gregor, Martin, Johannes, Lukas, Jakob, Niko, Andreas und ich fuhren los. Eine andere große Gruppe fuhr zum Antikmarkt nach Bajeac.

Die obere Beaume (zwischen Le Gua und Joyeuse) war genau DER Fluss für mich. Glasklares Wasser in einer wunderschönen Waldlandschaft, oft Schwälle, die harmlos anfingen, sich aber zu immer heftigeren Stufen entwickelten und dann wieder ein kleiner ruhiger Abschnitt.

Wir fuhren in 2 Gruppen, holten uns öfter mal ein. Die Jungs hatten Spielstellen ohne Ende, Holger machte Fotos, da bin ich richtig gespannt.

Kenterungen hatten wir auch, Niko schwamm 3 mal und einmal legte Gregor ein fürsorgliche Kenterung hin (als er sich umschaute, sprang ein Stein in seine Bahn).

Pause an einer Sandbank mit Felsen, dort machten wir die Erfahrung, dass die Sonne zwar heftig war, aber gegen nassen Neophren noch nicht so richtig ankommt.

Als wir am späten Nachmittag zurückkamen, waren Christel und Eberhard angekommen. Mit Jurek hatte ich verabredet, noch einmal die Strecke mit dem Mühlenschwall zu fahren. Eberhard und Thomas fuhren mit.

Die Wellen waren seit vorgestern noch angestiegen und von hinten sah ich meine Mitfahrer darauf hochhüpfen und wieder hinter den Kämmen verschwinden.

Gegen Ende der Strecke kam Thomas quer und wurde umgestoßen. Er versuchte noch zu rollen, aber er musste dann doch schwimmen


 

Dienstag, 06.04.2010

Martin bot für die Jungs und Mädchen einen Klettertag an. Nach einigen Startschwierigkeiten waren sie um kurz nach 10 weg vom Platz.

Gregor, Holger, Thomas, Thomas, Eberhard, Fabian, Daniel und ich fuhren auf der Beaume, von Joyeuse, mit einer Pause in Labeaume bis zum Platz.

Wir hatten wieder sehr schönes Wetter – im ersten Abschnitt mussten Daniel, Fabian und Thomas eine Stelle umtragen (sehr zum Leidwesen von Daniel), sonst ging alles glatt, keine Kenterungen.

Später am Abend versammelten sich die eher erwachsenen Urlauber bei den Minks. WWir bastelten Auftriebskörper und erzählten uns die üblichen örtlichen Sagen und Heiligengeschichten.


Mittwoch, 07.04.2010

Bedeckter Morgen, Monsieur Gerard sagte schon beim Brotkauf, dass es heute regnen würde.

Wir waren verabredet, um durch den Märchenwald zu laufen, (ein besonderer Wunsch von Lukas, Jakob und Jurek). Wer Kanu fahren wollte, konnte anschließend in sein Boot steigen und bis nach Mazel Plage fahren. Inklusive Walze in der Waldschlucht.

Wie Martin vorhergesagt hatte: selbst wenn die Jungs besser rechnen können als Mädchen, im Fall der Fälle sie sind zu faul dazu. Sie merkten nicht, dass Lisa und Eva zwar nicht mitgegangen waren, aber trotzdem Boot fuhren.

Nun, der Weg war holprig und steinig wie immer, aber weil es geregnet hatte, außerdem auch schlüpfrig-glatt. Das Wetter hielt sich, so dass wir im Wald noch picknicken konnten.

Auch umziehen konnten wir uns noch ohne Regen, aber bald auf dem Fluss wurde es auch von oben fuecht.

Die Waldwalze überzeugte unsere Jungs und sie gaben sich darin die Kante.


 

Besonders Jakob und Lukas zauberten Kunststückchen. Mehrmals wurde hinterher erzählt, wie Lukas in der Walze mit einer Hand das Paddel routierte und gleichzeitig aus einer Flasche  Orangina trank.Johannes spielte auch heftig, aber er wurde verkippt, als er mit dem Paddel in einer Hand kreiste und musste dann ohne Handwerkszeug aussteigen wie Jurek vor ihm, der sich auch in die großen Wellen getraut hatte.

Weitere Fotos sind hier zu sehen (klick)

Als wir in Mazel Plage ankamen, regnete es hemmungslos. Deshalb zerstreute sich die Gruppe auf dem Heimweg.


Donnerstag, 08.04.2010

Kein Paddeln heute, obwohl es heute überhaupt nicht regnete. Markt in Vallon, Kauf von Opinel-Messern und gebratenen Hünchen, Expedition zur Magdalenenhöhle.

Abends trafen wir uns bei uns und warteten auf Mitternacht um den Geburtstag von Gregor zu feiern.


Freitag, 09.04.2010

Das Aufstehen heute fiel allen nicht so ganz einfach, wahrscheinlich wegen der kurzen Nacht.

Heute war aber ein früher Aufbruch zum Kanufahren angesagt, weil einige aus der Gruppe schon abends nach Hause fahren wollten.

Nun, der Morgen glänzte schon mit Sonne und nach dem üblichen leckeren Frühstück (die 3 Jungs musste ich an den Schlafsäcken aus dem eher muffigen Kinderzimmer ziehen) waren wir wirklich sehr schnell abreisefertig.

An der Einstiegsstelle (Slalomstrecke) gab es zunächst Verwirrung um Jureks Paddel, aber er konnte dann das von Michael leihen. Wir waren eine sehr große Gruppe, mindestens 20 Kanuten.

Es gab noch einen Boxenstop wegen einem unvorhergesehenem Bedürfnis, aber dann rauschten wir nach Gregors vorheriger Besichtigung von 2 Schwällen über den Charles Magnes. Der war weitgehend abgesoffen und ich schaffte es auch nicht in die verbliebene Welle einzufahren, ich hatte einfach nicht das Geschick und die Kraft.

Aber am Strand vom Pont dÁrc war es in der Sonne wirklich behaglich, gesellig und die Kinder und Jugendlichen, die Erwachsenen, die Bootfahrer und die Urlauber konnten nach Herzenslust Sonne und Sand genießen.

Nach der Heimfahrt war bei uns eine kleine Pause angesagt, andere packten schon ihre 7 Sachen. Wir fuhren dann nach Ruoms, tranken zusammen mit Christel, Eberhard und den Lenzen und Daniel einen Kaffee, kauften dann in der Cooperative Wein und tankten beim Super U.

Gegen Mitternacht dann eine kleine Geburtstagsfeier von Jakob. Und wir sind herrlich müde.


Samstag, 10.04.2010

Nach dem Frühstück stand eigentlich nur noch Aufräumen, Aussortieren, Packen, Putzen und Verabschieden auf dem Programm. Leider wieder ein Urlaub zu Ende. Und bei strahlendem Sonnenschein ist es nicht einfacher.

Leo, Bastian (und Hund Lilly?), Christel und Eberhard blieben auf einem weitgehend entvölkerten Zeltplatz zurück.

Wie üblich noch ein letzter Einkauf im Super-U, dann einen Blick auf den Pädagogenschwall und dann ab durch die Mitte, Stau in Lyon, wir kommen und stellen uns hinten an!

Jetzt sind Thomas, Jakob und Jurek heil (wenn man davon absieht, dass Jurek noch die allerletzte Möglichkeit nutzte, sich seinen Kopf ordentlich an der Kofferraumklappe zu stoßen) zu Hause. Ich hoffe, dass alle anderen auch gut angekommen sind.

Ende.

 


 

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